Dicht nebeneinader wachsende Monstera Pflanzen

Monstera-Arten: Der ultimative Guide

Fast jeder kennt die klassische Monstera-Pflanze, bekannt als das Fenster­blatt. Es gibt jedoch viele weitere Monstera-Arten, die zwar zut gleichen Gattung gehören, sich aber deutlich in Blattform, Größe , Wuchsform und den Fenestrationen, also den charakter­istischen Löchern und Einschnitten im Blatt, unterscheiden. Innerhalb jeder Monstera-Art gibt es zudem noch weitere Unter­formen. Im Folgenden geben wir einen Überblick über die bekanntesten sowie auch seltene Monstera-Arten.

Die häufigsten Monstera Arten

Mit über 50 bekannten Arten ist die Gattung Monstera erstaunlich vielfältig. Alle stammen ursprünglich aus den tropischen Regenwäldern Mittel- und Südamerikas, wo sie als Kletterpflanzen an Bäumen klettern und teils beachtliche Höhen erreichen. Einige von ihnen haben sich als beliebte Zimmerpflanzen etabliert und sind heute regelmäßig erhältlich.

Monstera Deliciosa – das Fensterblatt

Die Monstera Deliciose ist die wohl bekannteste Art der Gattung und der Klassiker unter den Zimmerpflanzen. Ihre großen, herzförmigen Blätter entwickeln im Laufe der Zeit tiefe Einschnitte und charakteristische Löcher. Sie kann in Innenräumen mehrere Meter hoch werden und ist auch für Pflanzenneulinge gut geeignet. 

Große Blätter der Monstera Deliciosa

Monstera adansonii – die Lochpflanze

Die Monstera adansonii wird häufig als Lochpflanze bezeichnet, da ihre Blätter von zahlreichen ovalen Löchern durchzogen sind, die einen Großteil der Blattfläche einnehmen. Sie wächst rankend und eignet sich gut als Hängepflanze oder an einem Moosstab. Im Vergleich zur deliciosa bleibt sie deutlich kompakter.

Blätter der Monstera adansonii

Monstera obliqua – die Zerbrechliche

Die Monstera obliqua gehört zu den seltenen Monstera-Arten. Auf den ersten Blick sieht sie der adansonii sehr ähnlich, allerdinfs (unterschied),  Ihre Blätter bestehen zu einem so großen Teil aus Löchern, dass kaum noch Blattfläche übrig bleibt. Dazu kommt, dass sie extrem empfindlich und fragil ist, was sie selbst für erfahrene Pflanzenliebhaber zu einer echten Herausforderung macht. Für echte Monstera-Fans ist sie dennoch ein absolutes Traumexemplar.

Löchriges Blatt einer Monstera obliqua

Monstera dubia – die Verwandlungskünstlerin

Die Monstera dubia ist der ungewöhnlichsten Arten. Als Jungpflanze klettert sie flach an Baumstämmen entlang, wobei ihre kleinen Blätter eng am Untergrund anliegen. Erst mit zunehmender Reife entwickelt sie größere, gefensterte Blätter. Dieser Wandel macht sie besonders interessant für Sammler.

Monstera standleyana – die Elegante

Die Monstera standleyana fällt durch ihre schmalen, länglichen Blätter auf, die sich deutlich von den rundlichen Formen anderer Arten unterscheiden. Sie tritt häufig mit Variegation auf, also mit weißen oder cremefarbenen Mustern auf den Blättern, was sie bei Sammlern sehr beliebt macht.

Unterformen der Monstera-Arten

Innerhalb einer Monstera-Art gibt es häufig weitere Unterformen, sogenannte Varietäten und Kultivare. Während Varietäten natürlich entstandene Abweichungen innerhalb einer Art sind, wurden Kultivare gezielt durch Züchtung oder Selektion entwickelt.

Monstera borsigiana

Unter Pflanzenliebhabern gab es lange Diskussionen darüber, ob die Monstera borsigiana eine eigene Art ist. Botanisch gesehen ist sie eine Varietät der Monstera deliciosa.  Optisch sehen sie sich sehr ähnlich, es gibt jedoch einige ent­scheidende Unterschiede. 

  • Herzförmige Blätter mit tiefen Einschnitten
  • Schneller, rankiger Wuchs
  • Leichte Falten an den Blattansätzen

Monstera deliciosa variegata

Die Monstera deliciosa Variegata ist eine panaschierte Form der klassischen Monstera deliciosa. Ihre auffällige Blattmusterung entsteht durch eine natürliche Mutation, bei der bestimmte Blattbereiche kein Chlorophyll bilden. Dadurch entstehen die typischen weißen oder cremefarbenen Flecken, die jedes Blatt zu einem Unikat machen. 

  • Weiße oder cremefarbene Flecken, Streifen oder vollständig weiße Blattbereiche
  • Natürliche Mutation der Monstera deliciosa
  • Instabile Variegation, die sich mit der Zeit verwachsen kann

Monstera Thai Constellation

Die Thai Constellation ist eine gentechnisch veränderte und im Labor gezüchtete Monstera deliciosa und optisch ähnlich zur Monstera deliciosa. Der Unterschied zur Monstera deliciosa Variegata liegt jedoch sowohl in der Herkunft als auch im Aussehen. Die Thai Constellation zeigt eher gleichmäßig verteilte, cremefarbene Sprenkel auf tiefgrünem Untergrund. Die Blätter wirken also insgesamt dunkler als bei der Variegata. Zudem bevorzugt sie einen kriechenden Wuchs statt zu klettern, wächst also kompakter und gedrungener.

  • Tiefgrüne Blätter mit cremefarbenen Sprenkeln oder Flöchen
  • Stabile, nicht vergrünende Panaschierung
  • Kompakterer, eher kriechender Wuchs

Monstera Mint

Die Monstera Mint eine besonders seltene Monstera-Art, die durch ihre ungewöhnliche mintgrüne Panaschierung besticht. Diese zarte, kühle Färbung unterscheidet sie deutlich von anderen panaschierten Monstera-Varietäten und macht sie zu einem begehrten Sammlerstück, das selbst unter Pflanzenliebhabern nur selten zu finden ist.

  • Mintgrüne, zarte Panaschierung
  • Hellgrüne bis weißliche Sprenkel
  • Erinnert an Minzblätter

    Monstera Aurea Variegata

    Die Monstera Aurea Variegata ist ebenfalls eine panaschierte Unterform der deliciosa und eine der seltenen Monstera-Arten. Sie besticht durch ihre warme, goldene Blattfärbung, die sie von den weißen und cremefarbenen Varianten deutlich abhebt.

    • Goldgelbe bis leuchtend gelbe Flecken und Streifen auf sattem Grün
    • Warmes, leuchtendes Erscheinungsbild
    • Wird auch als Monstera Marmorata bezeichnet

    Monstera Monkey Leaf

    Die Monstera Monkey Leaf wird häufig als eigene Art verkauft, ist aber eine Wuchsform der adansonii mit leicht abweichenden Merkmalen. Ihren Namen verdankt sie der maskenartigen Form ihrer Blätter, weshalb sie auch als Monkey Mask bekannt ist.

    • Kompaktere, rundlichere Blätter
    • Wirkt insgesamt etwas fülliger und buschiger
    • Blätter erinnern an eine Maske

    Die Pflegeansprüche der einzelnen Arten

    Die Pflegeansprüche der einzelnen Monstera-Arten unterscheiden sich teils deutlich. Grüne Arten sind ausgesprochen pflegeleicht. Sie kommen mit normalen Wohnraumbedingungen gut zurecht, benötigen helles indirektes Licht und werden erst gegossen, wenn die oberste Erdschicht angetrocknet ist. Pflegefehler verzeihen sie in der Regel problemlos. Panaschierte Monstera-Sorten sind zwar optisch beeindruckend, benötigen aber mehr Licht und Aufmerksamkeit als grüne Arten. Da ihre hellen Blattbereiche kein oder wenig Chlorophyll enthalten und die Pflanze dadurch weniger Energie produziert ist ein heller Standort besonders wichtig. Sie benötigen mehr Licht als ihre grünen Verwandten, um die Panaschierung zu erhalten, und reagieren empfindlicher auf Staunässe, falsche Temperaturen oder zu trockene Luft. Instabile Variegaten erfordern zusätzlich regelmäßige Kontrolle, da einzelne Triebe vergrünen oder komplett weiß werden können. Seltene und fragile Arten sind die anspruchsvollsten Vertreter der Gattung. Sie benötigen konstant hohe Luftfeuchtigkeit, gleichmäßige Temperaturen und reagieren sehr empfindlich auf Veränderungen ihrer Umgebung. Sie sind daher eher etwas für erfahrene Pflanzenliebhaber.