Schmierläuse sind kleine Pflanzenschädlinge aus der Familie der Schildläuse. Typisch für sie ist der weiße, watteartige Belag, den sie auf Pflanzen hinterlassen, weshalb sie auch als Wollläuse bezeichnet werden. Die Schädlinge saugen Pflanzensaft aus und schwächen die Pflanze dadurch erheblich. Wird ein Befall erkannt, ist es wichtig, die Schmierläuse zeitnah zu bekämpfen, um langfristige an der Pflanze zu verhindern.
Schmierläuse an der Pflanze erkennen
Ein Schmierlaus-Befall lässt sich meist an den weißen, wollartigen Ablagerungen auf den Blättern, Trieben oder Blattachseln erkennen. Die Tiere sondern eine wachsartige Schutzsubstanz ab, die ihren Körper umhüllt und sie wie kleine Wattebäusche oder Fussel erscheinen lässt. In dieser Schicht können sich die Läuse teilweise verbergen, was den Befall auf den ersten Blick schwer erkennbar macht. Zusätzlich hinterlassen Schmierläuse einen klebrigen Belag auf den Blättern. Schmierläuse scheiden sogenannten Honigtau aus, der sich als glänzende, klebrige Schicht auf der Pflanze bemerkbar macht
Hast du diese Anzeichen festgestellt, sollte die Pflanze gründlich untersucht werden. Die Schmierläuse selbst lassen sich anhand folgender Merkmale identifizieren:
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Aussehen: Weißes, watteartiges Erscheinungsbild
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Form: Ovaler, weicher Körper
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Größe: Etwa 3–6 mm groß
Schadbild an der Pflanze
Nicht selten wird ein Befall von Schmierläusen erst dann bemerkt, wenn die Pflanze bereits deutliche Schwächeerscheinungen zeigt. Da Schmierläuse den Pflanzensaft aus Blättern, Stängeln und in manchen Fällen sogar aus den Wurzeln saugen, entziehen sie der Pflanze wichtige Nährstoffe und beeinträchtigen ihren Stoffwechsel. Typischerweise äußert sich das Schadbild durch folgende Anzeichen:
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Gelbe oder verfärbte Blätter
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Eingeschränktes Wachstum
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Verformte Blätter und Triebe
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Verlust von Blättern
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Allgemein geschwächter Eindruck
Hast du Schmierläuse an deiner Pflanze festgestellt, solltest du schnell handeln. Je länger die Schädlinge ungehindert Pflanzensaft saugen, desto stärker wird die Pflanze geschwächt und desto größer ist das Risiko dauerhafter Schäden. Eine frühzeitige Bekämpfung hilft dabei, weitere Schäden zu begrenzen und eine Ausbreitung der Schmierläuse auf gegbenenfalls weitere Pflanzen zu verhindern.
Was tun gegen Schmierläuse?
Schmierläuse natürlich bekämpfen
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Nützlinge: Australische Marienkäfer und Florfliegenlarven sind natürliche Feinde und fressen die Schmierläuse.
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Neemöl: Auf die Pflanze aufgetragenes Neemöl soll verhindern, dass Schmierläuse weiter Pflanzensaft saugen.
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Alkohol-Wasser-Mischung: Kann direkt auf die Schmierläuse gesprüht oder zum Abwischen der befallenen Stellen verwendet werden.
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Seifenlösung: Eine milde Seifenlösung erstickt die Schmierläuse und sollte nach kurzer Einwirkzeit mit klarem Wasser abgespült werden.
In der Regel muss die Behandlung mehrfach wiederholt werden, bis die Schmierläuse vollständig bekämpft sind. Zeigt sich keine Besserung, kann es notwendig sein, auf stärkere Maßnahmen zurückzugreifen.
Chemische Mittel einsetzen
Wenn natürliche Mittel nicht ausreichen, können chemische Bekämpfungsmittel eine wirksame Möglichkeit sein, um Schmierläuse zu bekämpfen. Im Fachhandel sind verschiedene Insektizide gegen saugende Schädlinge erhältlich, die gezielt gegen Schmierläuse wirken. Dabei ist es besonders wichtig, die Anwendungsanweisungen genau zu befolgen und empfohlene Schutzmaßnahmen einzuhalten, um Schäden an Pflanze, Mensch und Umwelt zu vermeiden.
Kann man Schmierläuse vorbeugen?
Auch nach einer erfolgreichen Bekämpfung kann ein erneuter Befall auftreten. Daher sollten Pflanzen regelmäßig überprüft werden, um Schmierläuse frühzeitig zu erkennen. Neue Pflanzen können ebenfalls Schädlinge mit ins Haus bringen, weshalb sie vor dem Platzieren besonders sorgfältig kontrolliert werden sollten. Zwar lässt sich ein Befall nicht vollständig ausschließen, mit einigen einfachen Maßnahmen kann das Risiko jedoch deutlich verringert werden.
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Neue Pflanzen kontrollieren: Neu gekaufte Pflanzen vor dem Platzieren gründlich auf Schädlinge untersuchen und möglichst zunächst separat aufstellen.
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Gute Pflanzenpflege: Gesunde, kräftige Pflanzen sind widerstandsfähiger und weniger anfällig für einen Befall.
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Regelmäßige Reinigung: Blätter regelmäßig abwischen oder die Pflanze abduschen, um Schädlinge frühzeitig zu entfernen.
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Trockener Heizungsluft entgegenwirken: Für eine höhere Luftfeuchtigkeit sorgen, zum Beispiel durch gelegentliches Besprühen der Pflanzen.

