Zimmerpflanzen für dunkle Ecken

Zimmerpflanzen für dunkle Räume: Welche Pflanzen gedeihen bei wenig Licht?

 

In jedem Zuhause gibt es dunkle Ecken, sei es durch begrenzte Fensterflächen oder eine ungünstige Raumausrichtung. Doch auch diese Bereiche lassen sich mit passenden Zimmerpflanzen verschönern. Die Wahl der richtigen Zimmerpflanzen für dunkle Räume ist jedoch oft eine kleine Herausforderung, denn nicht jede Pflanze kommt mit wenig Licht zurecht. Umso wichtiger ist es, die Ansprüche der Pflanze zu verstehen und zugleich die Bedingungen im eigenen Zuhause im Blick zu behalten. Nur wenn beides zusammenpasst, können Zimmerpflanzen gesund wachsen und für eine lebendige Atmosphäre erzeugen.

Lichtbedingungen in der Wohnung kennen

Die Lichtverhältnisse in unseren Wohnräumen unterscheiden sich deutlich – von sonnendurchfluteten Fensterplätzen bis hin zu schattigen Nischen. Damit Pflanzen sich optimal entwickeln, sollten sie genau dort stehen, wo ihre Anforderungen erfüllt werden. Bevor eine Entscheidung getroffen wird, lohnt es sich, die Lichtverhältnisse im eigenen Zuhause genau einzuschätzen. Wer weiß, wie viel Helligkeit in die einzelnen Bereiche gelangt, kann gezielter passende Pflanzen auswählen.

Sonnig: Standorte, die über mehrere Stunden am Tag direktes Sonnenlicht abbekommen, in der Regel mindestens vier bis sechs Stunden. Besonders Fenster mit Südausrichtung bieten diese Bedingungen.

Halbschattig: Bereiche, die nur zeitweise direktes Sonnenlicht bekommen, meist mit einer Mischung aus indirektem Licht und Schatten. Typisch sind etwa Fenster nach Osten oder Westen, wo die Sonne nur morgens oder abends hereinscheint.

Schattig: Plätze, die zwar noch Tageslicht bekommen, jedoch kein direktes Sonnenlicht. Typisch sind Räume mit Nordfenstern oder Stellen, die durch Bäume, Balkone oder Vorhänge abgeschirmt werden.

Dunkle Ecken: Bereiche, die nur sehr wenig oder gar kein direktes Tageslicht erreichen. Typische Beispiele sind Zimmer ohne Fenster, Flure oder Nischen, die weit entfernt von Lichtquellen liegen.

Pflanzen, die wenig Licht brauchen

Alocasien (Elefantenohr)

Die Alocasia ist eine ideale Pflanze für wenig Licht und fühlt sich besonders in Räumen wohl, die nur indirekt beleuchtet werden. Dunklere Ecken oder Plätze mit diffusem Tageslicht sind für sie bestens geeignet. Wichtig ist, die Erde stets leicht feucht zu halten und auf eine hohe Luftfeuchtigkeit zu achten, damit die großen, dekorativen Blätter ihre volle Wirkung entfalten können. Da Alocasien relativ schnell wachsen, sollten sie regelmäßig überprüft und bei Bedarf in einen größeren Topf umgesetzt werden.

  • Licht: schattig bis halbschattig, keine direkte Sonne

  • Beispielhafter Standort: neben einem Nordfenster, in einer Zimmerecke mit indirektem Licht oder in einem Raum mit Vorhängen

  • Besonderheit: liebt hohe Luftfeuchtigkeit, ideal auch fürs Bad oder für helle Flure ohne direkte Sonne

Alocasia Black Velvet

Philodendron

Philodendren sind für ihre herzförmigen Blätter und ihre kletternde Wuchsform bekannt. Sie kommen auch mit weniger Licht gut zurecht und eignen sich daher für dunklere Ecken in der Wohnung. Eine gleichmäßig feuchte Erde unterstützt das Wachstum. Das gelegentliche Abwischen der Blätter von Staub erleichtert die Photosynthese.

  • Licht: schattig bis halbschattig, keine direkte Sonne

  • Beispielhafter Standort: in einer Zimmerecke mit wenig Tageslicht, an einem Nordfenster oder auf einem Regal

  • Besonderheit: klettert oder hängt, je nach Platzangebot

 

 

Philodendron Florida Beauty

Syngonium (Pfeilwurz)

Syngonien sind pflegeleichte Pflanzen, die auch mit wenig Licht auskommen und sich daher gut für dunklere Ecken eignen. Indirektes Licht reicht in der Regel aus, damit dein Syngonium gesund wächst. Eine etwas höhere Luftfeuchtigkeit ist vorteilhaft, daher empfiehlt es sich, die Blätter gelegentlich zu besprühen.

  • Licht: schattig bis halbschattig, kein direktes Sonnenlicht

  • Beispielhafter Standort: in einer Zimmerecke mit indirektem Licht, auf einem Sideboard oder im Badezimmer mit Fenster

  • Besonderheit: kompakter Wuchs; eignet sich sowohl als Tischpflanze als auch für Regale

Syngonium Panda

Monstera (Fensterblatt)

Die Monstera ist bekannt für ihre anpassungsfähige Natur. Das Fensterblatt bevorzugt zwar etwas mehr Licht, gedeiht jedoch auch in halbschattigen Bereichen. Idealerweise sollte die Pflanze aber einige Stunden indirektes Licht erhalten, damit die Blätter kräftig und gesund bleiben. Aufgrund ihrer Größe eignet sich die Monstera besonders gut, um leere Ecken zu füllen oder einen Raum optisch zu strukturieren.

  • Licht: halbschattig bis hell, kein direktes Sonnenlicht

  • Beispielhafter Standort: neben einem Ost- oder Westfenster, einige Meter vom Südfenster entfernt

  • Besonderheit: entwickelt ihre typischen Blattfenster nur bei ausreichend Licht

Monstera

Anthurium (Flamingoblume)

Anthurien gedeihen gut in halbschattigen Bereichen und bevorzugen diffuses, indirektes Licht. Direkte Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden, um Blattschäden zu verhindern. Eine höhere Luftfeuchtigkeit unterstützt gesundes Wachstum, weshalb regelmäßiges Besprühen empfehlenswert ist. 

  • Licht: halbschattig, kein direktes Sonnenlicht

  • Beispielhafter Standort: einige Meter vom Ost- oder Westfenster entfernt, im hellen Bad oder Wohnzimmer

  • Besonderheit: bildet bei guten Bedingungen auffällige, lange haltbare Blütenstände

Anthurium Besseae

So pflegst du Zimmerpflanzen in dunklen Räumen richtig

Ausreichend bewässern

Auch wenn eine Pflanze mit wenig Licht auskommt, benötigt sie eine angemessene Wasserversorgung. Achte darauf, dass du die Erde nur leicht feucht hältst, um Staunässe zu vermeiden. Zu viel Wasser kann zu Wurzelfäule führen, insbesondere in schlecht beleuchteten Bereichen, wo die Verdunstung geringer ist und das Substrat langsamer abtrocknet.

Luftfeuchtigkeit anpassen

In Räumen mit wenig Tageslicht kann die Luftfeuchtigkeit niedriger sein, etwa durch Heizungsluft oder schlechte Belüftung. Um dem entgegenzuwirken, hilft es, die Pflanze regelmäßig mit Wasser zu besprühen oder eine flache Schale mit Wasser in der Nähe zu platzieren. Viele Pflanzen, die wenig Licht benötigen, stammen aus feuchten, tropischen Regionen und profitieren von einem stabilen, leicht feuchten Mikroklima.

Blattgesundheit überwachen

Die Blätter geben oft frühzeitig Hinweise darauf, ob sich eine Pflanze wohlfühlt. Werden die Blätter blass, verlieren an Farbe oder wirken ungewöhnlich dünn, kann das ein Zeichen für zu wenig Licht sein. Bleibt der Neuaustrieb klein oder fällt ganz aus, ist das ebenfalls ein Hinweis auf unzureichende Helligkeit. Erhält die Pflanze hingegen zu viel direktes Sonnenlicht – obwohl sie halbschattige oder schattige Bedingungen bevorzugt – können hellbraune Flecken, trockene Ränder oder sogar Blattverbrennungen auftreten.

Standort optimieren

Zeigt deine Pflanze langsames Wachstum, blasse Blätter oder wirkt geschwächt, kann das auf ungeeignete Lichtverhältnisse hindeuten. Probiere verschiedene Plätze aus und beobachte die Reaktion. Auch die Jahreszeiten spielen eine Rolle: Im Winter ist ein hellerer Standort hilfreich, im Sommer dagegen ein Platz mit weniger direkter Sonne.